Leise Stromerzeuger

Stromerzeuger oder auch Notstromaggregate dienen dazu, im Bedarfsfall, etwa einem Ausfall des öffentlichen Netzes oder in Gegenden ohne öffentliche Stromversorgung, Strom für den Betrieb elektrischer Geräte zu produzieren.

In der Regel wird ein Stromerzeuger mit einem Verbrennungsmotor betrieben, der wiederum über ein Wandlergetriebe einen Generator antreibt, der die notwendige Volt- und Amperezahl erzeugt.

Einen Stromerzeuger leise zu betreiben, ist nicht immer ganz einfach, da viele der Aggregate luftgekühlt sind und so zur notwendigen Kühlung offene Bauteile benötigen, die aber wiederum Schall erzeugen. Dazu kommt das je höher die Leistung eines Stromerzeugers, desto stärker der antreibende Motor ist und damit einhergehend auch dessen Schallemissionen.

Um einen Stromerzeuger leise zu betreiben, ist zunächst einmal die Wahl des Stromerzeugers wichtig. Im Schiffsbau werden schon sehr lange wassergekühlte Stromerzeuger verwendet. Über eine Zweikreiskühlung, das bedeutet eine Funktionsweise wie bei einem Wärmetauscher, werden der Motor und der Generator permanent gekühlt. So kann der Stromerzeuger schalldämmend abgekapselt werden.Eine direkte Wasserkühlung funktioniert nur in gemäßigten Breitengraden, wo Fluss- oder Meerwasser entsprechend kalt ist. In tropischen Regionen besitzt selbst das Meerwasser oft fast schon Badewannentemperatur und diese ist nicht ausreichend, um die am Aggregat entstehenden Temperaturen zuverlässig abzuleiten. Zudem reagiert das Salz des Meerwassers sehr aggressiv an den Metallteilen des Stromerzeugers. Darum die Zweikreiskühlung. Im eigentlichen Kühlkreislauf zirkuliert eine Flüssigkeit mit sehr tiefem Gefrierpunkt oder einfach nur Süßwasser.

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Moderne Stromerzeuger für den Landeinsatz besitzen inzwischen ähnlich einem Kraftfahrzeug selbst eine Wasserkühlung, so das die schallerzeugenden Teile entsprechend gedämmt werden können oder vom Hersteller aus schon sind.

Wer noch ein offenes Gerät mit Luftkühlung besitzt und diesen Stromerzeuger leise betreiben möchte, wird nicht darum herumkommen, ein entsprechendes Gehäuse oder sogar einen kleinen Raum zu bauen, diesen schalldämmend auszukleiden und eine Belüftung zu installieren. Hier ist es wiederum eine Standortfrage, in welcher Form sowohl Schalldämmung wie auch Belüftung installiert werden. Befindet sich das Aggregat etwa innerhalb eines Hauses in einem Raum, der an keine Außenwand anschließt, könnte die einfache Belüftung unter Umständen nicht ausreichen. Da der Lüfter warme Luft aus dem Hausinneren einströmen lässt, könnte es zur Überhitzung kommen. Folglich sollte ein Lüftungskanal nach außen gelegt werden und auch dieser muss schallgedämmt werden.

Die Schalldämmung des Raumes oder des Gehäuses erfolgt am besten mit entsprechenden Schaumstoffteilen, die als selbstklebende Noppenplatten im Handel erhältlich sind. Diese Platten müssen sowohl an den Wänden wie auch an der Decke angebracht werden, da sich Schall kreisförmig ausbreitet. Um Bodenvibrationen zu vermeiden, kann der Stromerzeuger zusätzlich gummigelagert werden.

In südlichen Ländern, in denen es häufiger zu Stromausfällen kommen kann, gehört zum gehobenen Standard des Hausbaus auch ein kleines Häuschen irgendwo in einer Ecke des Grundstückes, möglichst weit vom Wohnhaus entfernt. In diesem Häuschen wird das Notstromaggregat untergebracht, das sich bei Ausfall des Netzes automatisch zuschaltet und die Stromversorgung übernimmt. Für Hausanlagen, die also auch große Stromverbraucher wie Waschmaschinen mit Strom versorgen, werden bevorzugt Diesel-Aggregate verwendet, da die weitaus ökonomischer arbeiten als Benzinmotoren.

Eine Alternative zu Stromerzeugern können sogenannte Inversoren sein, die Netzstrom in große Batterien laden und bei Stromausfall daraus die Hausleitung speisen. Ähnlich aufgebaut sind Solaranlagen oder Windgeneratoren.